10 Jahre Shoppingcenter-Aktie

Wir blicken zurück: 2010 feierte die Deutsche EuroShop zehnjähriges Jubiläum. Doch was sind schon zehn Jahre im Leben eines Unternehmens? Eigentlich nicht so viel. Dennoch: an der Börse sind schon drei Monate für manchen Akteur „langfristig“. Doch trotz aller am Kapitalmarkt nicht selten vorherrschenden kurzfristigen Sichtweise können zehn Jahre an der Börse eine Ewigkeit sein. Und genau so sehen wir das, denn innerhalb von zehn Jahren gab es zwei große Krisen an der Börse, die uns und allen anderen am Kapitalmarkt das Leben nicht gerade leichter gemacht haben.

Wie fing alles an? Im September 2000 wurde – unter Federführung der Deutsche Grundbesitz – eine Vorratsgesellschaft umbenannt und die Deutsche EuroShop mit operativem Leben gefüllt. Bereits wenige Tage später startete der Börsengang: In der Zeit vom 2. Oktober 2000 bis einschließlich 29. Dezember 2000 konnten Investoren Kaufaufträge für das IPO der Deutsche EuroShop abgeben. Mindestens 50 Aktien mussten Anleger zum Festpreis von 38,40 € (vor Aktiensplit am 6. August 2007 im Verhältnis 1:2) zeichnen. Wie es sich für eine einzelhandelsnahe Aktie gehört gab’s auch Rabatt: Frühzeichner erhielten bei einem Erwerb der Aktien im Oktober 2000 einen Preisnachlass von 0,30 € je Aktie, im November 0,15 € je Aktie.

Seit 2. Januar 2001 notieren die Aktien der Deutsche EuroShop im amtlichen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse.

Das Platzen der Internet-Blase vor knapp zehn Jahren führte dazu, dass die Anfänge der Deutsche EuroShop nicht gerade optimal verliefen. Es dauerte fast drei Jahre – wir hatten inzwischen unsere Kapitalmarktkommunikation professionell aufgestellt –, sämtliche bis dahin noch im Besitz der Deutsche Bank befindlichen Aktien zu platzieren und den Streubesitz damit signifikant zu erhöhen. Bis dahin interessierte sich am Kapitalmarkt kaum ein Investor für uns. Erst mit dem kompletten Ausstieg der Deutsche Bank Mitte 2003 änderte sich das.

Nun geht unser Unternehmen von der Kindheits- in die Jugendphase über und wir sehen uns momentan wieder in der Lage, die Deutsche EuroShop größer werden zu lassen.

Die ersten Analysten nahmen die sogenannte Coverage zu unserer Aktie auf und die Umsätze an der Börse vervielfachten sich. So gelang uns der Aufstieg in den Aktienindex SDAX und ein Jahr später, im Herbst 2004, in den MDAX.

Seitdem gehören wir zu den 100 größten börsennotierten Gesellschaften in Deutschland, auch wenn wir personell als kleinste Gesellschaft am Börsenhimmel gelten. Da die Börse gerne Kennzahlen vergleicht, liegen wir bei Umsatz und Gewinn pro Kopf weit vor Daimler, Siemens, Deutsche Telekom & Co. Aber auch bei den Verbindlichkeiten pro Kopf sind wir im Spiel der großen Zahlen ganz weit oben auf dem Treppchen.

Ende 2004 entdeckten Banken das Thema Immobilienaktien als neues Wachstumsfeld, was zu einem weiteren Anstieg des Interesses führte. Immer mehr Analysten berichteten über die Deutsche EuroShop und auch die Presse nahm sich des Themas an. Mit einem Mal waren Immobilienaktien nicht mehr die Mauerblümchen sondern die Stars der Börse. Das Gleiche konnte man an den realen Immobilienmärkte feststellen. Deutschland wurde Investoren weltweit zum „Place to be“. Das führte zu starken Preissteigerungen und im Umkehrschluss zu sinkenden Renditen. Wir hatten uns daher Ende 2006 entschieden, an diesem Wettlauf nicht mehr teilzunehmen und die Investmentaktivitäten vorerst auf Eis zu legen. Damals ahnten wir noch nicht, dass es drei Jahre dauern würde, bis wir wieder attraktive Konditionen am Markt sehen würden. Ein halbes Jahr später kamen dann durch Bankenschieflagen einem breiteren Publikum erste Zweifel an der Nachhaltigkeit der Entwicklung auf. Bis zum Zusammenbruch von Lehman Brothers vergingen dann allerdings noch einmal 14 Monate.

Für die Deutsche EuroShop ist das Fazit nach zehn Lebensjahren, dass vier guten Jahren sechs schwierige gegenüberstehen. 2010 gehört zu den guten Jahren und wir setzen darauf, dass dies auch für 2011 gilt. Denn die Krise traf die Deutsche EuroShop so gut wie gar nicht, unser Umfeld aber wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Die Deutsche EuroShop hielt sich an der Börse vergleichsweise gut, so dass wir zeitweise nicht nur zur größten Immobiliengesellschaft auf dem deutschen Börsenzettel avancierten, sondern in der Öffentlichkeit auch gerne als Vorzeige-AG bezeichnet werden. Und das alles vor allem deswegen, weil wir uns in Zurückhaltung geübt haben.

Nun geht unser Unternehmen von der Kindheits- in die Jugendphase über und wir sehen uns momentan wieder in der Lage, die Deutsche EuroShop größer werden zu lassen. Die Preise für Shoppingcenter sind zwar schon wieder hoch, aber zumindest auf einem Niveau, das noch akzeptabel erscheint. Zusammen mit der Fremdfinanzierungsseite können wir Investments darstellen, die man auch am Kapitalmarkt vorzeigen kann. Damit gelingt es uns, das notwendige Eigenkapital über die Börse einzusammeln. Und unser Ziel ist es, die wenigen guten Jahre zu nutzen, um unsere Gesellschaft nicht nur auf dem deutschen Börsenzettel ganz oben zu halten, sondern vor allem auch auf die großen europäischen Wettbewerber im Shoppingcenterbereich aufzuschließen. Denn Größe am Kapitalmarkt bedeutet auch, dass die Aktie zu einem Must-Have wird und dies die Kapitalkosten weiter senkt.

10 Jahre Shoppingcenter-Aktie aus Aktionärssicht *

1
Aktionäre der ersten Stunde freuen sich über eine Performance von 130 %.

2
Die Aktien der Deutsche EuroShop entwickelten sich in den letzten zehn Jahren besser als die Indizes DAX (+7 %), MDAX (+117 %) und EPRA (+83 %).

3
Aus anfangs investierten 10.000,00 € wurden 23.027 €.

4
Investoren, die an beiden Bezugsrechts-
kapitalerhöhungen 2010 teilnahmen, freuen sich über ein Plus der neuen Aktien von 37 %.

5
Finanzkrise light: Seit 2007 haben DES-Aktionäre eine Performance von 12,2 % pro Jahr erzielt, während der DAX im Durchschnitt 5,0 % pro Jahr verlor.

6
Die Dividende stieg kontinuierlich von 0,96 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2001 auf 1,10 € je Aktie für 2010.

7
Anleger, die seit dem Börsengang dabei sind, haben bisher 9,04 € je Aktie in Form von Dividenden erhalten. Im Juni 2011 kommen 1,10 € je Aktie hinzu.

8
Alle Anleger, die an einer der vier Barkapitalerhöhungen teilgenommen haben, sind im Plus.

9
Mit der Shoppingcenter-Aktie konnten Investoren in den vergangenen zehn Jahren eine durchschnittliche Rendite von 10 % pro Jahr erzielen.

10
Die 100 größten von rund 10.000 Investoren (1 %) halten knapp 80 % der Aktien.

* Stand 31.12.2010, Performance-Rechner online unter www.deutsche-euroshop.de/

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