Vermögenslage

Bilanzanalyse

Die Bilanzsumme des Konzerns ist um 851,5 Mio. € gestiegen.

Bilanzstruktur
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Kurzfristige Vermögenswerte

Die kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum Jahresende auf 234,3 Mio. €, was einer Erhöhung von 142,4 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (91,9 Mio. €) entsprach. Der 2010 vorausgezahlte Kaufpreis für das zum 1. Januar 2011 erworbene Billstedt-Center betrug 156,7 Mio. €. Die liquiden Mittel lagen am Bilanzstichtag bei 65,9 Mio. € gegenüber 81,9 Mio. € im Vorjahr (-16,0 Mio. €). Sie waren überwiegend als Termingelder kurzfristig angelegt.

Langfristige Vermögenswerte

Im Berichtsjahr haben sich die langfristigen Vermögenswerte von 2.020,2 Mio. € auf 2.729,3 Mio. € und somit um 709,1 Mio. € erhöht.

Die Investment Properties erhöhten sich um 709,7 Mio. €. Hiervon entfielen auf die erstmalige Vollkonsolidierung des Main-Taunus-Zentrums, des Phoenix-Centers und des A10 Centers und auf die Erhöhung unserer Beteiligung um 17 Prozentpunkte an der Altmarkt-Galerie Dresden in Summe 600,3 Mio. €. Daneben führten die Erweiterungsmaßnahmen bei unseren Centern in Dresden, Sulzbach und Wildau zu Investitionen in Höhe von 75,3 Mio. €. Die Investitionskosten der Bestandsobjekte betrugen 2,6 Mio. €. Darüber hinaus ergaben sich aus der Bewertung des Immobilienbestandes Aufwertungen in Höhe von 32,3 Mio. € sowie Abwertungen in Höhe von 1,0 Mio. €.

Die übrigen langfristigen Vermögenswerte verminderten sich dem gegenüber per saldo um 0,6 Mio. €.

Kurzfristige Verpflichtungen

Die kurzfristigen Verpflichtungen sind um 45,0 Mio. € von 41,1 Mio. € auf 86,1 Mio. € gestiegen, was insbesondere auf die Erhöhung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten (+48,0 Mio. €) zurückzuführen ist. Dies betraf zum einen eine kurzfristige Inanspruchnahme einer Kreditlinie im Zusammenhang mit der Kaufpreiszahlung für das Billstedt- Center, zum anderen ein Anfang Januar 2011 teilweise zurückgeführtes Darlehen für die City-Arkaden Wuppertal.

Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind per saldo um 3,1 Mio. € gesunken, wofür insbesondere ein Rückgang der sonstigen Rückstellungen verantwortlich war.

Langfristige Verpflichtungen

Die langfristigen Verpflichtungen erhöhten sich von 1.149,6 Mio. € um 478,2 Mio. € auf 1.627,8 Mio. €. Dies ist ganz wesentlich auf die erstmalige Konsolidierung des Main-Taunus-Zentrums und des Phoenix-Centers sowie die Anteilsaufstockung an der Altmarkt-Galerie zurückzuführen. Dadurch stiegen allein die langfristigen Bankverbindlichkeiten um 186 Mio. € und die Anteile der Fremdgesellschafter am Eigenkapital der Objektgesellschaften, die als Abfindungsansprüche von Kommanditisten unter den langfristigen Verpflichtungen ausgewiesen werden, um 165,2 Mio. €. Demgegenüber führte die Übernahme der Anteile in Fremdbesiz bei den City-Arkaden Wuppertal und dem City-Point Kassel durch die Deutsche EuroShop AG sowie laufende Ausschüttungen zu einer Verminderung, sodass per saldo die Abfindungsansprüche gegenüber Kommanditisten mit 277,8 Mio. € um 154,8 Mio. € über dem Vorjahr (123,0 Mio. €) lagen.

Neben der konsolidierungsbedingten Erhöhung der langfristigen Bankverbindlichkeiten ist der Anstieg auch auf die Aufnahme eines langfristigen Darlehens in Höhe von 125,0 Mio. € für den Erwerb des A10 Centers zurückzuführen. Unter Berücksichtigung planmäßiger Tilgungen stiegen die langfristigen Bankverbindlichkeiten per saldo daher von 921,2 Mio. € um 305,9 Mio. € auf 1.227,1 Mio. €.

Die übrigen langfristigen Verpflichtungen, d. h. die passiven latenten Steuern sowie die sonstigen Verpflichtungen, erhöhten sich um 17,4 Mio. €.

Eigenkapital

Das Eigenkapital des Konzerns lag im Berichtsjahr mit 1.249,7 Mio. € um 328,4 Mio. € über dem Vorjahr (921,3 Mio. €). Wesentliche Veränderungen ergaben sich aus zwei Barkapitalerhöhungen im Februar und November sowie einer Sachkapitalerhöhung im Juli 2010, durch die das Eigenkapital um 294,6 Mio. € gestiegen ist. Die Bewertung der Zinsswaps und die Bewertung der nach IAS 39 zu bewertenden Beteiligung führte zu einer Verminderung des Eigenkapitals von 1,7 Mio. €. Aus den sonstigen Veränderungen, insbesondere der Differenz zwischen dem Konzernergebnis von 81,8 Mio. € und der im Juni 2010 gezahlten Dividende von 46,3 Mio. € resultierte eine Erhöhung des Eigenkapitals von 35,5 Mio. €.

  31.12.2010 in T€ pro Aktie in € 31.12.2009 in T€ pro Aktie in € Veränderung in %
Eigenkapital 1.249.651 24.20 921.325 24.37 -0.7
latente Steuern 101.052 1.96 85.600 2.26 -13.6
Summe 1.350.703 26.16 1.006,925 26.63 -1.8
Aktienanzahl 51,631,400   37.812.496    
Net Asset Value
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Net Asset Value

Zum 31. Dezember 2010 ergab sich ein Net Asset Value von 1.350,7 Mio. € oder 26,16 € je Aktie gegenüber 1.006,9 Mio. € oder 26,63 € je Aktie im Vorjahr. Damit ist der Net Asset Value um 343,8 Mio. € oder 34,1 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Hiervon entfallen 294,6 Mio. € auf die im Berichtsjahr durchgeführten Kapitalmaßnahmen, die zu einer Erhöhung der Anzahl der ausgegebenen Aktien um 36,5 % führten. Infolge ist der Net Asset Value je Aktie um 1,8 % gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Das abgelaufene Geschäftsjahr hat die gute Aufstellung des Deutsche EuroShop-Konzerns bestätigt. Die eigenen Prognosen haben wir ohne besondere Vorkommnisse erneut erfüllt.

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Verlauf